Die Nacht am Abend des dritten Advents war zwar nicht sternenklar. Doch während die Sterne am Firmament – etwa der derzeit sichtbare Sternschauer der Geminiden – verborgen blieben, wurden sie in Schramberg beim Chorkonzert des Musikverein Frohsinn kurzerhand auf die Erde geholt.
Bericht im Schwarzwälder Bote v. 17.12.2025 / Annika Benner
SCHRAMBERG Bereits zum 14. Mal wiesen die Sterne den Weg in die evangelische Stadtkirche zum Vorweihnachtskonzert des Musikvereins Frohsinn. Wie in den vergangenen Jahren folgte das Publikum der Einladung in großer Zahl.
Mit hellen, klaren Stimmen – gleich Sternenlicht – eröffnete der Chor das Konzert mit dem Choral „Macht hoch die Tür“.
Bedeutung des Lichts
Etwas zu hoch eingestellt war zunächst das Mikrofon für die anschließende Begrüßung durch Tanja Gerger von der evangelischen Kirchengemeinde, was jedoch rasch behoben wurde.
In ihren Worten betonte sie die Bedeutung des Lichts in der dunklen Jahreszeit: Es schaffe Atmosphäre, spende Wärme, gebe Orientierung und Geborgenheit. In Anlehnung an Jesu Worte aus Matthäus 5,14 „Ihr seid das Licht der Welt“ lud sie dazu ein, Musik und Licht gleichermaßen zu
genießen.
Im Anschluss stimmte der Hauptchor das Publikum mit drei besinnlichen Liedern auf das nahende Weihnachtsfest ein. Der Projektchor setzte danach schwungvolle Akzente mit modern interpretierten weihnachtlichen Klassikern. Für einen besonderen musikalischen Moment sorgten Kantor Jan-Piet Knijff am Flügel und Johannes Romer mit einem jazzigen Saxofon-Instrumental von „Silent Night“.
Der dritte Konzertteil stand unter dem Thema „Die Geburt Christi“. Diese wurde in einer eindrucksvollen Abfolge aus Liedern und biblischen Textpassagen nacherzählt. Um den fließenden Charakter der Darbietung zu bewahren, wurde das Publikum gebeten, den Applaus erst am Ende
dieses Konzertabschnitts zu spenden. Als besondere Höhepunkte erwiesen sich das Orgel-Instrumental zur Einleitung sowie das Duett „Joseph, lieber Joseph mein“, gesungen von Johannes Romer und Claudia Habermann.
Zum Abschluss des Konzerts lud der Chor das Publikum zum Mitsingen ein. Während der Chor die erste Strophe anstimmte, konnten die Gäste in der zweiten Strophe klangvoll mit einsteigen.
Dank zum Abschluss
Zum Abschied sprach Dominik Nagel im Namen der Chorgemeinschaft seinen Dank aus: Der Kirchengemeinde für die Bereitstellung des Kirchenraums, den Chormitgliedern für die intensive Vorbereitung sowie dem Kantor Jan-Piet Knijff für die musikalische Begleitung an Orgel und Klavier,
ebenso Johannes Romer für sein Spiel an Saxofon und Klarinette sowie Chorleiterin Claudia Habermann für ihre engagierte Leitung. Letztere erhielten als Zeichen der Anerkennung ein Präsent.
Der langanhaltende Applaus bestätigte den großen Zuspruch des Publikums.
Die Bürgervereinigung Rosswald sorgte im Anschluss mit Punsch und Glühwein vor der Kirche für einen gemütlichen Ausklang des Abends


