»Frohsinn« ruht sich nicht auf Lorbeeren aus

Chorgemeinschaft wieder voller Tatendrang / Vorsitzende kündigt trotzdem letztes Amtsjahr an / Abschied von verdientem Sänger

Schweren Herzens verabschiedete Monika Koch Peter Ernhofer (rechts). Chorleiter Heinrich Hoffmann lässt den seit 54 Jahren singenden Bassist und langjährigen Funktionsträger ungern ziehen. Foto: Herzog

Von Lothar Herzog. Schramberg. Das rundum gelungene und mit viel Lob überschüttete Großereignis »Anatevka« wirkt bei der Chorgemeinschaft »Froh­sinn« Schramberg immer noch nach.
Dafür hatte der Verein sogar auf sein traditionelles Jahres­konzert verzichtet. Dennoch habe es den Chören nicht an Auftritten gefehlt. Einerseits habe man viel proben und ler­nen müssen, andererseits aber auch viel Spaß und Freude ge­habt.
»Wer nicht mitgemacht hat, hat wirklich etwas verpasst«, zog Vorsitzende Monika Koch bei der Hauptversammlung in der Villa Junghans ein positi­ves Resümee.
Auf diesen Lorbeeren will sich die Chorgemeinschaft keineswegs ausruhen. Ständig bereit, Neues zu wagen und Risiken einzugehen, soll in diesem Jahr mit einem »Tanz in den Mai« eine Marktlücke geschlossen werden. Sie hoffe dass dieses Angebot mit Chorprogramm, Tänzern vom TV Sulgen und der Tanzkapelle »Duo Cockpit« angenommen werde. Auch für die zweite Ausgabe - der »SommerKul­Tour« habe man bereits nam­hafte Zusagen für ein prall ge­fülltes Programm, blickte Koch voller Tatendrang voraus, um im nächsten Atem­zug zu verkünden, im nächs­ten Jahr nicht mehr als Vorsit­zende zur Verfügung zu ste­hen.
Männerchor-Sprecher Willi Kuhn überraschte die Ver­sammlung mit lustigen schwäbischen Reimen und beklagte, dass man mit 17 Sängern zwar noch singfähig, aber nicht mehr konzertfähig sei:
Margot Haas freute sich da­gegen über zwei Neuzugänge im Frauenchor und der »Confetti Chor & more« wuchs sogar von 42 auf 48 Sängerinnen und Sänger an. »Anatevka« habe sich positiv auf den Jugendchor ausge­wirkt und sei eine gute Möglichkeit der Nachwuchsgewin­nung. Viele neue Gesichter seien hinzugekommen, berichtete Christine Schondel­maier.
Chorleiter Heinrich Hoff­mann sprach von vielen be­merkenswerten Auftritten in der Öffentlichkeit. Für ihn sei es besonders wichtig, dass der Jugendchor, der sehr lernfähig sei, hin und wieder mit anderen Chören zusammen singe, so Hoffmann.
Ein erfreuliches Plus in der Vereinskasse konnte Kassierer Robert Mayer ausweisen. Insgesamt 17 Sänger und Sängerinnen wurden für ihren Probenfleiß belohnt. Iris Hauer Gertrud Prennig und Renate Links fehlten nie.
Mit Wehmut verabschiedete Vorsitzende Monika Koch anschließend Peter Ernhofer, der 54 Jahre lang den zweiten Bass gesungen hatte. Ernhofer habe außerdem 30 Jahre als Schriftführer, Beisitzer, Pressewart und stellvertretende Vorsitzender Verantwortung übernommen, lobte die Vorsitzende und sagte: »Ich hoffe dass wir Dir fehlen. Denk darüber nach, ob es die richtige Entscheidung war und dann kommst du wieder zurück« scherzte Koch. Abschließend stellte Volker Möller die ne gestaltete Homepage vor.

Zurück